Das erste Saisonspiel in Karlsruhe haben die Fellbach Warriors verloren. Beim Heimauftakt am kommenden Samstag gegen Freiburg, will das Team um Interims-Cheftrainer Steffen Behrens zeigen was in ihm steckt.

In einer neuen Liga zu bestehen ist als Aufsteiger keine leichte Aufgabe. Dazu auch noch einen neuen Cheftrainer zu ernennen, erleichtert die Situation nicht gerade. Für die Fellbach Warriors ist dieses Szenario nun eingetreten. Der langjährige Cheftrainer Andreas Giese hat vergangene Woche der Abteilungsleitung mitgeteilt, dass er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen muss. „Andreas Giese hat diesen Verein mit aufgebaut und maßgeblichen Anteil daran, wo wir heute stehen“, so Abteilungsleiter Thomas Feurich. „Aber die Gesundheit seiner Person steht immer an erster Stelle und so sind wir natürlich seiner Bitte nachgekommen.“

Starker Trainerstab

Zu Beginn des Jahres unterzog sich Giese einer Hüftoperation, die ohne Probleme verlief. In der jüngeren Vergangenheit gab es nun immer wieder Rückschläge, welche ihn zu dieser Entscheidung gezwungen haben. „Eine Mannschaft direkt vor der Saison zu verlassen ist keine einfache Entscheidung, aber ich vertraue auf den Trainerstab und jeden einzelne im Team, dass sie trotzdem erfolgreich sein werden,“ so Giese.

Aus dem Trainerstab kommt nun auch sein Nachfolger. Der bisherige Defensive-Trainer Steffen Behrens wird das Team bis zum Ende der Saison als Interims-Head-Coach leiten. „Steffen macht seit Jahren einen super Job mit der Defensive, daher war er für uns die erste Wahl. Direkt zu Saisonstart einen fremden Trainer zu integrieren macht nicht sehr viel Sinn“, so Feurich. „Dieser müsste erst einmal unsere Spielphilosophie und das Team kennenlernen, was Zeit beanspruchen würde, die wir nicht haben.

Behrens zur Seite stehen weiter die Offensive-Trainer, um Timo Müller und Alexander Haenelt, sowie in der Defensive Patrick Schnelle und Vasilios Ntonas. „Natürlich ist es eine unangenehme Situation für uns alle, aber wir versuchen es relativ schnell aus den Köpfen zu bekommen“, so der 25-Jährige. „Unser Fokus liegt ganz allein auf unserer spielerischen Qualität, damit wir den Klassenerhalt schaffen.“

Heimstärke nutzen

Diese Aufgabe wird für die „Men in Orange“ keine leicht werden. Zum Saisonauftakt gab es eine deutlich 18:35 Niederlage in Karlsruhe gegen die Badener Greifs. Am Samstag empfangen die Warriors zum ersten Heimspiel der Saison die Freiburg Sacristans, welche letzte Saison noch in der Regionalliga spielten. „Letztes Jahr trennten Freiburg und uns noch zwei Ligen – jetzt spielen wir gegeneinander. Das wir in diesem Spiel nicht der Favorit sind, steht natürlich außer Frage,“ so Behrens. „Aber gegen Karlsruhe haben wir gesehen, dass wir mit den Teams aus dieser Liga mithalten können. Und wenn wir es schaffen unsere Fehler zu minimieren, dann können wir auch einmal einen Favoriten ärgern. Vor allem mit dem Heimvorteil im Rücken.“

Bei Heimspielen der Fellbach Warriors sind letzte Saison im Schnitt um die 500 Zuschauer anwesend gewesen, welche das Team lautstark unterstützt haben. „Letzte Saison haben wir nur ein Heimspiel verloren, wir konnten uns immer auf die Unterstützung der Fans verlassen und haben ihnen guten Football gezeigt. Ich glaube die Fellbacher freuen sich, dass unsere Saison wieder begonnen hat und wir spielen“ so der Sportjournalist. Demnach ist die Formal für einen Favoriten-Schreck relativ einfach. „Gutes Wetter, laute Fans und wenig Fehler, dann ist alles möglich.“