Bei ihrem letzten Heimspiel stellen die Fellbach Warriors die Weichen weiterhin auf Meisterschaft. Mit einem deutlichen Sieg von 43:22 gegen die Heilbronner Miners ist es für die Warriors bis jetzt das höchste Ergebnis in der diesjährigen Oberligasaison. „Heute hat unsere gemeinsame Leidenschaft für den Sport und das Herzblut jedes einzelnen Spielers den Sieg nach Hause gebracht“ sagt Cheftrainer Jens Kahle. Das müssen die rund 300 Zuschauer vergangenen Samstag wohl ähnlich empfunden haben, denn kurz nach Anpfiff zeigten die Krieger nämlich wem der Rasen an der Esslinger Straße als Spielwiese dient. Nach ein paar Spielzügen der Gäste erkannte der Defensivspieler Vincent Hildebrand ein gewisses Muster in der Taktik der Miners. Als dann ein weiterer Pass der Miners in Richtung eines Mitspielers geworfen wurde, antizipierte Hildebrand, schraubte sich in die Höhe und fing diesen ab – und das wohlgemerkt mit einer gebrochenen Mittelhand, die vor dem Spiel fachmännisch verbunden wurde. “Das Team an der Seitenlinie konnte nicht glauben, was da gerade passierte”, sagt der ebenfalls verletzte Daniel Bäßler, der nach seiner Operation an der Schulter sein Team als Motivator unterstützte. Somit waren nun die Gastgeber im Ballbesitz und es dauerte keine drei Minuten bis sich die Offensive der Warriors, unter der Leitung von Marco Heinrich, gefährlich nahe an die Endzone der Gegner kämpfte. Wie so oft
ging dann der Spielführer selbst für den ersten Touchdown des Tages. Der nächste Vorstoß der Gegner endete lediglich in einem Schuss durch die Torstangen. Somit standen die Zähler auf 7:3

Mit dem Beginn des zweiten Viertels erhöhten die Warriors die Spielintensität und damit auch den Punktestand. Marco Heinrich suchte mit fast jedem Spielzug Alexandros Sisca, der vor der Halbzeit noch zwei Touchdowns erzielte. Ein weiterer ging auf das Punktekonto der Gäste. Zwischenstand: 22:10.

Nach der Pause setzten die Warriors ihren Kurs fort und verließen sich auf das starke Laufspiel von Alexandros Sisca. Diesem wurde das Spielgerät immer wieder anvertraut und das zahlte sich aus, denn der Running-Back belohnte sich und seine Mannschaft mit drei weiteren Touchdowns. Am Ende der Spielzeit schafften es dann auch noch einmal die Miners das Punktekonto zu füllen, doch der Vorsprung der Warriors ließ eine Aufholjagd utopisch wirken. Somit stand es am Ende 43:22 und der Meistertitel der Oberliga BaWü ist für die Warriors zum greifen nah…welcher automatisch mit einem Aufstieg in die Regionaliga BaWü verbunden wäre.

Am Samstag, 30. Oktober, findet das letzte Spiel auswärts  gegen das Tauberfrankener Wolfpack in Bad Mergentheim statt, wo die Warriors sich nach einem Sieg zum Meister krönen lassen könnten. “Die Jungs sind fokussiert und wissen was auf dem Spiel steht”, sagt  Offensiv-Trainer Timo Müller abschließend.